Wir benutzen Cookies um das Erlebnis auf dieser Website zu verbessern. Wenn Sie weiterhin ohne Ihre Einstellungen zu verändern auf dieser Website surfen, dann akzeptieren Sie diese. Mehr Informationen

Okay, schließe diese Info

   Anmelden

News

Startseite»News»Pride Saison

Pride Saison

In der ganzen Welt und auch in Deutschland kommt wieder eine der schönsten Zeiten des Jahres und es ist wieder Pride Month.
Der Pride Month, der auf die Stonewall-Aufstände im Juni 1969 zurückgeht, ist nach wie vor eine Zeit des Kampfes, hat sich aber im Laufe der Zeit auch zu einer Zeit des Festivals entwickelt, in der die Existenz der LGBTIQ*-Community gefeiert wird. In verschiedenen Städten auf der ganzen Welt finden Pride-Paraden statt. In Deutschland finden von Juni bis zum Jahresende in verschiedenen Städten Pride-Paraden bzw. CSD-Paraden (Christopher Street Day) statt. In Berlin wird neben zahlreichen Pride-Veranstaltungen und -Paraden am 25. Juli 2026 der Berliner CSD stattfinden.

Leider wird diese schöne Zeit der Kämpfe und Festivals an vielen Orten der Welt von Regierungen und Akteuren unterdrückt, die sich aus Hass nähren, und es kommt zu Angriffen auf die Paraden. Auch in Deutschland werden viele CSD-Paraden von extrem rechten Akteuren angegriffen oder es finden Gegendemonstrationen statt. Laut den Informationen im Sicherheitsbericht der Amadeu Antonio Stiftung für das Jahr 2025 wurden mindestens 110 der insgesamt 245 für 2025 geplanten CSDs gestört oder angegriffen. Bei mindestens 53 dieser Vorfälle waren organisierte extrem rechte Akteure beteiligt. Darunter fallen 43 extrem rechte Demonstrationen und/oder Gegenkundgebungen.
Darüber hinaus ist es leider keine Seltenheit, dass LGBTIQ*-Personen im Alltag Diskriminierung, Belästigung und Gewalt erleben. In Berlin dokumentierte das Berliner Register im Jahr 2024 insgesamt 520 LGBTIQ*-feindliche Vorfälle. Im Jahr 2025 haben die Zahlen leider zugenommen: Es wurden 569 LGBTIQ*-feindliche Vorfälle dokumentiert, davon ereigneten sich 13 in Spandau. Von den berlinweiten Vorfällen waren 192 Angriffe sowie Beleidigungen, Bedrohungen oder Pöbeleien; davon wurden neun in Spandau dokumentiert.
Angesichts dieser dunklen Realitäten sind der Pride Month und die dauerhafte Bekämpfung von LGBTIQ*-Feindlichkeit von großer Bedeutung. Zudem ist es wichtig, alltägliche LGBTIQ*-Feindlichkeit sichtbar zu machen. Deshalb bitten wir Sie, queerfeindliche Vorfälle sowie Vorfälle von Rassismus, Diskriminierung und extrem rechter Propaganda in allen Formen zu melden:

über das Meldeformular:
https://berliner-register.de/vorfall-melden/

via E-Mail:
register.spandau@giz.berlin

Sevim Özdemir

| Permalink |