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Die Aktionswochen gegen antimuslimischen Rassismus und der 1. Juli der Tag gegen antimuslimischen Rassismus

Die bundesweiten Aktionswochen gegen antimuslimischen Rassismus finden vom 17. Juni bis zum 1. Juli 2026 statt. Die Allianz gegen Hass organisiert die Aktionswochen im Jahr 2026 unter dem Motto „Muslime: Ein Teil von Dir“, um die Vielfalt des muslimischen Lebens sichtbar zu machen und sich gegen Ausgrenzung und Diskriminierung einzusetzen. Die Aktionswochen enden am 1. Juli, dem Tag gegen antimuslimischen Rassismus. An diesem Tag wurde im Jahr 2009 die 32-jährige ägyptische Pharmazeutin Marwa El-Sherbini in einem Dresdner Gerichtssaal von einem Neonazi ermordet. Marwa war an diesem Tag im Gericht, weil sie den Täter, der sie und ihr Kind ein Jahr zuvor rassistisch beleidigt hatte, angeklagt hatte. Marwa verlor ihr Leben aufgrund von antimuslimischem Rassismus –– doch leider war dieser furchtbare Mord nicht das Ende der Muslimfeindlichkeit in Deutschland.

Antimuslimischer Rassismus, der sich gegen Muslim*innen sowie muslimisch wahrgenommene Menschen richtet, ist leider noch immer eine schreckliche Realität des Alltags in Deutschland. Laut dem Jahresbericht „Antimuslimische Vorfälle in Berlin 2025 – Jahresbilanz antimuslimischer Übergriffe und Diskriminierungen (Report! Berlin)” der CLAIM-Allianz gegen Islam- und Muslimfeindlichkeit wurden im Jahr 2025 insgesamt 975 antimuslimische Vorfälle dokumentiert, darunter 65 Körperverletzungen. Diese Zahl der Vorfälle entspricht einem Anstieg von 51 % im Vergleich zum Jahr 2024. Berlin“ stellte auch fest, dass in 57,7 % der Fälle die Betroffenen Frauen waren.

Ein ähnlicher Anstieg ist auch bei den vom Berliner Register dokumentierten Vorfällen zu beobachten. Im Jahr 2025 wurden vom Berliner Register 373 Vorfälle von antimuslimischem Rassismus dokumentiert, was einem Anstieg von 58 % entspricht. 15 dieser Vorfälle wurden aus Spandau dokumentiert, darunter zwei Angriffe. Bei einem dieser Angriffe war die betroffene Person ein 13-jähriges Mädchen mit Kopftuch.

Angesichts dieser dunklen Realität sind Anlässe wie die Aktionswochen gegen antimuslimischen Rassismus und der Tag gegen antimuslimischen Rassismus wichtiger denn je, um dem entgegenzutreten. Außerdem ist es wichtig, alltäglichen antimuslimischen Rassismus/Muslimfeindlichkeit sichtbar zu machen. Deshalb bitten wir Sie, Vorfälle von antimuslimischem Rassismus/Muslimfeindlichkeit sowie Vorfälle von allgemeinem Rassismus, Diskriminierung und extrem rechter Propaganda in allen Formen zu melden.

über Meldeformular: https://berliner-register.de/vorfall-melden/

via E-Mail: register.spandau@giz.berlin


Sevim Özdemir

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