In der Nacht vom 2. auf den 3. August 1944 ermordete die SS trotz ihres erbitterten Widerstands die letzten rund 4.300 Sinti*zze und Rom*nja des deutschen NS-Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau. Im Jahr 2025 erklärte das Europäische Parlament den 2. August zum Europäischen Holocaust-Gedenktag für Sinti und Roma, um der 4.300 in Auschwitz-Birkenau und der insgesamt 500.000 in ganz Europa vom NS-Regime ermordeten Sinti*zze und Rom*nja zu gedenken.
Seit Jahrhunderten leben Sinti*zze und Rom*nja in Europa. Während der NS-Zeit wurden sie auf Grundlage der nationalsozialistischen Rassenideologie verfolgt und waren Opfer des nationalsozialistischen Völkermords.
Der 2. August: Der Europäischer Holocaust-Gedenktag für Sinti und Roma
Leider endete die Diskriminierung von Sinti*zze und Rom*nja auch nach 1945 nicht. Erfahrungen mit Antiziganismus sind ein Teil ihres Alltags. Viele von Sinti*zze und Rom*nja erleben weiterhin Ausgrenzung und Diskriminierung. Im Jahr 2025 dokumentierte das Dosta/Mia-Projekt in Berlin 293 Vorfälle von Antiziganimus. Die meisten dieser Vorfälle ereigneten sich im öffentlichen Raum (66 Fälle), im Bildungsbereich (60 Fälle) sowie bei Kontakt zu Behörden (42 Fälle). Die Registerstelle Spandau dokumentierte im Jahr 2025 sechs Vorfälle von Antiziganismus in Spandau. Dabei handelte es sich um Beleidigungen, Bedrohungen und strukturelle Benachteiligungen an Orten des Alltags wie Schulen, Läden und Arbeitsplätzen.
Beim Register Spandau können Sie Vorfälle von Antiziganismus sowie alle Formen von Rassismus melden, um solche Vorfälle sichtbar zu machen:
über Meldeformular: https://berliner-register.de/vorfall-melden/
via E-Mail: register.spandau@giz.berlin
Sevim Özdemir