Der Zugang zu den Integrationskursen ist seit November 2025 massiv eingeschränkt worden. Personen aus der Ukraine, EU-Ländern, Personen mit Duldung und im Asylverfahren dürfen keine Integrationskurse mehr besuchen. Das Integrationskurssystem bietet einen sicheren, bewährten Zugang zum Erwerb der deutschen Sprache. Damit eröffnet es auch den Zugang zu aktiver gesellschaftlicher und auch beruflicher Teilhabe in Deutschland.
Der Spandauer Bundestagsabgeordnete Helmut Kleebank besuchte unseren Träger und konnte sich von der aktuellen Situation vor Ort einen Eindruck machen.
Bundestagsabgeordneter Herr Kleebank besucht GIZ
Der 8. April: Internationaler Tag der Roma
Der 8. April erinnert an den ersten Welt-Roma-Kongress, der 1971 in London organisiert wurde. Auf diesem Kongress wurde der 8. April zum Internationalen Tag der Roma erklärt. Auf dem Kongress wurden auch die Flagge und die Hymne der Roma eingeführt. Dieser Tag würdigt die Kultur der Sinti*zze und Roma*nja, der größten Minderheit Europas, aber er erinnert auch an ihren Kampf für Gerechtigkeit, Gleichberechtigung und Anerkennung sowie ihren Widerstand gegen jahrhundertelangen Antiziganismus, der sich in Diskriminierung, Abwertung und Ausgrenzung von Sinti*izze und Roma*nja äußert.
Leider sind die Erfahrungen von Antiziganismus ein Teil des Alltags von Sinti*zze und Rom*nja. Laut dem Dosta/Mia-Projekt wurden im Jahr 2024 in Berlin 247 Vorfälle gemeldet. Die Registerstelle Spandau dokumentierte im Jahr 2025 sechs Vorfälle von Antiziganismus. Diese Vorfälle umfassten Beleidigungen, Bedrohungen und strukturelle Benachteiligungen an Orten des Alltags wie Schulen, Läden und Arbeitsplätzen.
Als eine Registerstelle des Berliner Registers sind wir davon überzeugt, dass die Dokumentation und Veröffentlichung von Vorfällen von Rassismus sowie Antiziganismus und Diskriminierung ein wichtiger Bestandteil der Bekämpfung von Rassismus ist. Beim Register Spandau können Sie Vorfälle von Antiziganismus sowie alle Formen von Rassismus melden:
über Meldeformular: https://berliner-register.de/vorfall-melden/
via E-Mail: register.spandau@giz.berlin
Sevim Özdemir
Austauschrunde des AMIF-Projekts
Am 16. März trafen sich Teilnehmende des AMIF-Projekts „Perspektiven schaffen“ und weitere Gäste in den Räumlichkeiten von „heimaten bei berlinovo“ in der Rauchstraße zur gemütlichen Austauschrunde. Das Thema hieß diesmal: „Vielfältige Angebote der Integrationslots*innen, der Migrationsberatung und des GuD (Ankommen in Spandau: Gemeinsam unter einem Dach) - Projekts für Familien“, vorgestellt von den Referent*innen Frau Mandana Safayeh (Integrationslots*innen), Herr Ferdinand von Bieberstein (Migrationsberatung) und Herr Yahya Alaous (GuD Projekt). Es ging um Beratungsmöglichkeiten hinsichtlich Migrations- und Aufenthaltsrecht, Wohnungssuche und Mietrecht sowie um Möglichkeiten der Hilfe durch Sprachmittlung z.B. im Kontakt mit Behörden und Ämtern.
Das nächste Austauschtreffen wird am Dienstag dem 14.04, 16:30 bis 18 Uhr wieder in heimaten (Rauchstraße 29/30) stattfinden. Jede*r Interessierte ist herzlich willkommen!
Dr. Heike Rohmann
Frohe Ostertage!
Register Spandau mit Kolleg*innen unterwegs
Am Dienstag, den 24.03.2026, hat unsere Kollegin aus dem Projekt „Registerstelle” zusammen mit Kolleg*innen aus den Projekten „Integrationslots*innen”, „Mobile Bildungsberatung (Der rote Rucksack)”, „Schulangebote und Weiterbildungen”, „FeMUTter”, „GUD (Gemeinsam unter einem Dach)” im Rahmen des Aktionsmärz einen Kiezspaziergang in Neustadt und Hakenfelde durchgeführt. Während des Kiezspaziergangs wurden Propagandavorfälle (Aufkleber) von extrem rechten Akteur:innen dokumentiert und die Anlaufstellen und Netzwerkpartner:innen des Registers Spandau besucht. Diese Besuche ermöglichten einen wertvollen Austausch zwischen unseren Kolleg*innen und den besuchten Kolleg*innen. Zum Abschluss des Kiezspaziergangs nahm die Registerstelle zusammen mit den Kolleg*innen der Projekte GUD und Perspektiven Schaffen (AMIF) an der Sitzung des Spandauer Neustadt Forums teil. Die Kolleg*innen informierten die Teilnehmer*innen über die Projekte GUD und Perspektiven Schaffen und unsere Kollegin aus der Registerstelle stellte die Registerarbeit in Spandau vor.
Sevim Özdemir
Die Mobile Bildungsberatung ist „Der rote Rucksack“
Die Mobile Bildungsberatung für Alphabetisierung und Grundbildung Spandau (MBB) hat einen neuen Namen. Das Projekt trägt jetzt den Titel „Der rote Rucksack“.
Damit werden zwei Dinge umgesetzt: Zum einen hat das Projekt mit dem Namen „Der rote Rucksack“ einen wesentlich kürzeren und einfacheren Namen für die Zielgruppen. Zum anderen wird das Projekt der Mobilen Bildungsberatung mit dem Bild des roten Rucksacks verknüpft. Dadurch bekommt das Projekt ein griffiges Wiedererkennungssymbol, um sich sichtbarer und einprägsamer für Ratsuchende und Multiplikator*innen in den Spandauer Vernetzungsstrukturen zu repräsentieren. Das Bild des roten Rucksacks steht dabei für das Unterwegssein der mobilen Bildungsberatung in Spandau.
Die bisherigen Aufgabenbereiche des Projekts werden weiter fortgesetzt. Der rote Rucksack unterstützt gering Literalisierte bei Lesen und Schreiben im Alltag z.B. beim Ausfüllen von Anträgen und Formularen, bei Begleitungen zum Amt oder zu Ärzt*innen oder generell bei Lesen und Schreiben, um gesellschaftliche Teilhabe möglich zu machen.
Liv Bahr