Am Montag, dem 14. September, 16:00 bis 17:30 Uhr, lädt das Projekt „Perspektiven schaffen“ wieder zur nächsten Austauschrunde in heimaten (Rauchstraße 29/30) ein. Wir tauschen uns über das Ankommen in Berlin aus, außerdem werden verschiedene Beratungs- und Unterstützungsangebote für Neuzugewanderte in Spandau, vor allem für Familien, vorgestellt. Interessenten sind herzlich eingeladen.
Bei der letzten Austauschrunde, am 31. August, informierte Herr von Bieberstein über die Migrationsberatung (MBE) und beantwortete rechtliche Fragen. Außerdem stellte Herr Tezen die Integrationslotsen vor, Frau Sadula das Projekt „GUD“ (Gemeinsam unter einem Dach) zum Wohnungsmarkt und zur Wohnungssuche in Berlin und Frau Akramova-Ochs das Projekt „Work for Refugees“ für die Jobvermittlung.
Austauschrunde des Projekts „Perspektiven schaffen“
Bezirksbürgermeister Frank Bewig besucht Frauenprojekte
Am 07.09.26 besuchte Bezirksbürgermeister Frank Bewig die Frauenprojekte „Sicherer Boden“ und „FeMUTter“. Bei unserem wöchentlichen Frühstück und einer kleinen Musikeinlage, bekamen die Frauen Raum, ihre Anliegen, Sorgen und Wünsche zu äußern und davon zu erzählen, wie wichtig unser geschützter Raum ist. Viele Frauen sind extra früh gekommen, um Herrn Bewig kennenzulernen und mit ihm ins Gespräch zu kommen.
Dabei wurde deutlich, wie wertvoll es für die Frauen war, gesehen und gehört zu werden. Viele der Frauen können selbst nicht wählen – umso wichtiger sind Räume und Begegnungen, die politische und gesellschaftliche Teilhabe ermöglichen. Der direkte Austausch schafft Sichtbarkeit und macht deutlich, wie wichtig ihre Erfahrungen und Stimmen sind. Gemeinsam wurde auch darüber gesprochen, welchen Unterschied ein sicherer und traumasensibler Raum machen kann. „Sicherer Boden“ und „FeMUTter“ bieten nicht nur alltägliche und psychologische Unterstützung, sondern schaffen auch ein Gefühl von Gemeinschaft und gegenseitiger Stärkung.
Lernende lesen in der Stadtbibliothek
Was für ein Abend!
In der Stadtbibliothek Spandau wurden am 8. September 2026, am Weltalphabetisierungstag, wieder einmal Geschichten zu Gehör gebracht, die ganz unmittelbar aus dem Leben kommen – geschrieben von Erwachsenen, für die Lesen und Schreiben keine Selbstverständlichkeit sind. Sie haben geglänzt!
Organisiert wurde die Lesung „Zwischen den Zeilen“ vom Alphabündnis Spandau in Kooperation mit der Stadtbibliothek und dem Lerncafe Spandau, in dem viele der Lernenden verortet sind. Begrüßt wurde von der Gastgeberin Judith Galka, von der Schirmherrin und stellvertretenden Bezirksbürgermeisterin Dr. Carola Brückner, krankheitsbedingt vertreten durch Stadtrat Gregor Kempert, der sie mit viel Herzlichkeit, Würde und Humor repräsentierte – und natürlich vom Alphabündnis selbst.
„Zwei-Faktor-Authentifizierung“ ist Wortgetüm des Jahres 2026
Berlin, 8. September 2026. Zum heutigen Weltalphabetisierungstag hat eine besondere Jury in Berlin das Wortgetüm des Jahres bestimmt. Erwachsene mit geringer Lese- und Schreibkompetenz entschieden sich für „Zwei-Faktor-Authentifizierung“ – das Wort, das ihnen in jüngster Zeit als besonders sperrig, unverständlich oder hinderlich begegnet ist.
Gerade die für die deutsche Sprache typischen langen, komplexen und abstrakten Wörter – insbesondere aus der Amts-, Medizin- oder Rechtssprache – stellen eine erhebliche Hürde dar. Dabei geht es ausdrücklich nicht um berüchtigte Beispiele wie „Rindfleischetiket- tierungsüberwachungsaufgabenübertragungsgesetz“. Diese Wörter sind zwar außergewöhnlich lang und komplex, spielen im Alltag jedoch keine Rolle.
Neue SpOri-Kurse starten!
Ab dem 7. September 2026 starten in der Altstadt Spandau wieder neue Sprach- und Orientierungskurse (SpOri), vor allem für Familienmütter und -väter und für Menschen, die über den Familiennachzug eingereist sind.
Die Kurse sollen den Integrationsprozess der Teilnehmenden erleichtern und ihnen die Wartezeit bis zum Integrationskurs verkürzen.
Vermittelt werden wichtige Redewendungen und grundlegende Sprachkenntnisse für den Alltag, außerdem Informationen zu wichtigen Alltagsthemen (z. B. Elternzeit, Mutterschaftsurlaub, Kinderbetreuungsgeld, das Schulsystem, die Schulanmeldung, der Wohnungsmarkt und die Wohnungssuche).
Die Teilnehmenden werden dabei, außer in der deutschen Sprache, auch in anderen Sprachen, v.a. Türkisch und Arabisch, begleitet.
Zugangsvoraussetzung ist die Zulassung zum Integrationskurs.
Naturkosmetik-Werkstatt der Projekte „FeMUTter“ und „Sicherer Boden“
Am 02.09.2026 haben wir im Rahmen der Projekte „FeMUTter“ https://giz.berlin/projects/femutter.htm und „Sicherer Boden“ https://giz.berlin/projects/sicherer-boden-traumasensible-bruecken-fuer-gefluechtete-frauen.htm einen Naturkosmetik Werkstatt mit Frau Segen Abraha organisiert. Sie hat Erfahrung im Bereich Naturkosmetik und hat den Workshop mit großem Engagement geleitet.
Gemeinsam mit den Teilnehmerinnen wurden natürliche Gesichtsmasken hergestellt. Außerdem gab Frau Abraha Tipps und Empfehlungen für eine gesunde Pflege Routine, organische Produkte und allgemeine gesundheitliche Themen. Dabei ging es auch um die Vorteile natürlicher Produkte für die Menstruation. Außerdem schenkte sie den Teilnehmerinnen naturbelassenen Kräutertee.
Dieser Rahmen wurde von Frauen aus den beiden Projekten für Frauen konzipiert. Ziel ist es, Räume zu schaffen, in denen Frauen ihre Erfahrungen, ihr Wissen und ihre Fähigkeiten miteinander teilen können. Besonders Frauen, die viele Kenntnisse und Erfahrungen haben, aber aufgrund fehlender Zertifikate oder Schwierigkeiten bei der Jobsuche keine beruflichen Möglichkeiten finden, sollen dadurch gestärkt werden.
So können Frauen voneinander lernen, ihr Wissen weitergeben und sich gegenseitig stärken.
Berivan Ahmad