Am 14. April 2026 fand in der Josua‑Gemeinde in Berlin‑Spandau die Diskussionsveranstaltung „Gewaltschutz“ der SPD‑Bundestagsfraktion statt. Drei Mitarbeitende der GIZ besuchte diese Veranstaltung, um sich über aktuelle rechtspolitische Entwicklungen und praktische Ansätze im Bereich des Schutzes vor Gewalt zu informieren.
Im Mittelpunkt der Diskussion standen die Beiträge der Bundestagsabgeordneten Carmen Wegge und Helmut Kleebank. Sie stellten das geplante Gewaltschutzgesetz und das Gewalthilfegesetz vor und erläuterten, wie dadurch der Schutz von Frauen und Kindern vor häuslicher, sexualisierter und digitaler Gewalt verbessert werden soll. Dabei ging es unter anderem um den Ausbau von Frauenhäusern und Beratungsangeboten, einen Rechtsanspruch auf einen Schutzplatz sowie um eine stärkere Berücksichtigung der Istanbul‑Konvention.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf den geplanten Reformen im Sorge‑ und Umgangsrecht. Diskutiert wurde, wie verhindert werden kann, dass Kinder nach einer Trennung als Mittel der weiteren Ausübung von Gewalt missbraucht werden, und wie Familiengerichte besser für Dynamiken häuslicher Gewalt sensibilisiert werden können. Betont wurde, dass Kinder in gewaltbelasteten Beziehungen als eigenständige Betroffene anerkannt werden müssen – auch dann, wenn sie nicht direkt körperlich angegriffen werden.
Besonders eindrücklich waren die Ausführungen zu digitalen Formen von Gewalt. Beispiele reichten von Deepfakes und der unerlaubten Verbreitung intimer Bilder über bildbasierte Übergriffe im öffentlichen Raum bis hin zur heimlichen Überwachung von Frauen mittels Tracking‑Apps. Vorgestellt wurden Vorschläge für neue Straftatbestände sowie Maßnahmen wie elektronische Fußfesseln für Hochrisikotäter und verpflichtende Täterarbeit, um erneute Gewalt zu verhindern.
Für das GIZ bot die Veranstaltung wertvolle Einblicke in aktuelle gesetzgeberische Initiativen und in die Praxis von Gewaltschutzstrukturen in Deutschland. Die gewonnenen Erkenntnisse fließen in unsere fachliche Arbeit und den Austausch mit Partnerorganisationen ein, insbesondere dort, wo es um den Ausbau von Hilfsangeboten, die Verbindung von rechtlichen und praktischen Schutzmechanismen und den Umgang mit neuen Formen digitaler Gewalt geht.
Darüber hinaus beraten wir im Rahmen unseres Projekts „FeMUTter“ in der GIZ zu verschiedenen Themen und unterstützen Frauen mit migrations- und fluchtbedingter Erfahrung bei der Stärkung ihrer Rechte und Teilhabe.
https://giz.berlin/projects/femutter.htm
Inna Gissa
Die Diskussionsveranstaltung „Gewaltschutz“
Neue SpOri-Kurse starten!
Ab dem 20. April 2026 starten in der Altstadt Spandau wieder neue Sprach- und Orientierungskurse (SpOri) für Menschen, die über den Familiennachzug eingereist sind.
Die Kurse sollen den Integrationsprozess der Teilnehmenden erleichtern und ihnen die Wartezeit bis zum Integrationskurs verkürzen.
Vermittelt werden wichtige Redewendungen und grundlegende Sprachkenntnisse für den Alltag, außerdem Informationen zu wichtigen Alltagsthemen (z. B. Elternzeit, Mutterschaftsurlaub, Kinderbetreuungsgeld, das Schulsystem, die Schulanmeldung, der Wohnungsmarkt und die Wohnungssuche).
Die Teilnehmenden werden dabei, außer in der deutschen Sprache, auch in anderen Sprachen, v.a. Türkisch und Arabisch, begleitet.
Zugangsvoraussetzung ist die Zulassung zum Integrationskurs.
Weitere Informationen zum Projekt finden Sie unter https://giz.berlin/projects/perspektiven-schaffen-sprach-und-orientierungskurse.htm
بدء دورات SpOri الجديدة!
ابتداءًا من 20 نيسان 2026 تُستأنف دوراتنا الجديدة في اللغة والاندماج (SpOri) في البلدة القديمة لمنطقة شبانداو، للأشخاص الذين وصلوا إلى ألمانيا عبر لمّ شمل العائلات.
أُطلقنا هذه الدورات لتسهيل عملية اندماج المشاركين وتقليل فترة انتظارهم قبل بدء دورة الاندماج. سيتعلم المشاركون عبارات مهمة ومهارات لغوية أساسية للحياة اليومية، بالإضافة إلى معلومات حول مواضيع رئيسية (مثل: إجازة الوالدين، إجازة الأمومة، بدل رعاية الأطفال، النظام التعليمي، التسجيل في المدارس، سوق الإسكان، وإيجاد سكن).
سيتلقى المشاركون الدعم باللغة الألمانية ولغات أخرى، وخاصة التركية والعربية. ويُشترط لمن يرغب في التسجيل أن تكون لديه موافقة للالتحاق بدورة الاندماج.
للمزيد من المعلومات حول المشروع، يُرجى زيارة الرابط التالي:
https://giz.berlin/projects/perspektiven-schaffen-sprach-und-orientierungskurse.htm
New SpOri Courses Starting!
On 20 April 2026 the next language and orientation (SpOri) courses designed for people, arriving in Germany through the family reunification program, will start in Altstadt Spandau.
The overall objective of the courses is to support participants' integration process in Germany. By attending the SpOri courses, prospective participants will shorten the waiting period until they receive their spots in German integration course.
In the framework of the SpOri courses, participants will learn important phrases in German for daily use as well as receive information on key topics, for instance: parental leave, maternity leave, childcare allowance, the school system, school enrollment, the housing market, and finding accommodation.
In addition to German, participants will also receive support in other languages, among others in Turkish and Arabic.
To qualify for the SpOri courses, prospective participants should have an admission to the German integration course. Further information about the project can be found at https://giz.berlin/projects/perspektiven-schaffen-sprach-und-orientierungskurse.htm
Начало новых курсов SpOri!
23 апреля 2026 года в Альтштадт Шпандау стартуют новые языковые и ориентационные курсы (SpOri) для людей, прибывших в страну по программе воссоединения семьи.
Цель курсов: облегчить процесс интеграции участников и сократить время ожидания до начала интеграционного курса.
Участники изучат важные разговорные выражения и базовые языковые навыки для повседневной жизни, а также получат информацию по важным темам (например, отпуск по уходу за ребёнком, отпуск по беременности и родам, пособие по уходу за ребёнком, школьная система, запись в школу, рынок жилья и поиск жилья).
Помимо немецкого языка, участникам также будет предоставлена поддержка на других языках, прежде всего на турецком и арабском.
Условием участия является допуск к интеграционному курсу. Дополнительную информацию о проекте вы можете найти на https://giz.berlin/projects/perspektiven-schaffen-sprach-und-orientierungskurse.htm
Yeni SpOri Kursları Başlıyor!
23 Nisan 2026‘de Altstadt Spandau'de, aile birleşimi yoluyla ülkeye gelen kişiler için dil ve oryantasyon (SpOri) kursları başlayacaktır.
SpOri kurslari katılımcıların uyum sürecini kolaylaştırmayı ve entegrasyon kursu başlayana kadar mevcut olan bekleme süresini kısaltmayi amaçlamaktadır.
Kurslarda günlük hayatta kullanılan önemli ifadeler öğretilmekte, ayrıca önemli günlük konular hakkında bilgi verilmektedir, örneğin ebeveyn izni, doğum izni, çocuk bakım parası, okul sistemi, okula kayıt, konut piyasası ve konut arama.
Katılımcılara Almancanın yanı sıra, diğer dillerde de destek sağlanmaktadır, özellikle Türkçe ve Arapça’da.
Katılım için entegrasyon kursuna kabul şarttır. Proje hakkında daha fazla bilgiye https://giz.berlin/projects/perspektiven-schaffen-sprach-und-orientierungskurse.htm adresinden ulaşabilirsiniz.
Frohe orthodoxe Ostern!
Поздравляем со светлым праздником Пасхи! Пусть этот день принесет радость, мир и добро. Христос Воскресе!
Вітаємо зі світлим святом Пасхи! Нехай цей день подарує радість, мир і добро. Христос Воскрес!
Честит Великден! Нека този ден донесе радост, мир и доброта. Христос Воскресе!
Paște fericit! Fie ca această zi să aducă bucurie, pace și bunătate. Hristos a înviat!
Happy Easter! May this day bring joy, peace, and kindness. Christ is Risen!
Bundestagsabgeordneter Herr Kleebank besucht GIZ
Der Zugang zu den Integrationskursen ist seit November 2025 massiv eingeschränkt worden. Personen aus der Ukraine, EU-Ländern, Personen mit Duldung und im Asylverfahren dürfen keine Integrationskurse mehr besuchen. Das Integrationskurssystem bietet einen sicheren, bewährten Zugang zum Erwerb der deutschen Sprache. Damit eröffnet es auch den Zugang zu aktiver gesellschaftlicher und auch beruflicher Teilhabe in Deutschland.
Der Spandauer Bundestagsabgeordnete Helmut Kleebank besuchte unseren Träger und konnte sich von der aktuellen Situation vor Ort einen Eindruck machen.
Der 8. April: Internationaler Tag der Roma
Der 8. April erinnert an den ersten Welt-Roma-Kongress, der 1971 in London organisiert wurde. Auf diesem Kongress wurde der 8. April zum Internationalen Tag der Roma erklärt. Auf dem Kongress wurden auch die Flagge und die Hymne der Roma eingeführt. Dieser Tag würdigt die Kultur der Sinti*zze und Roma*nja, der größten Minderheit Europas, aber er erinnert auch an ihren Kampf für Gerechtigkeit, Gleichberechtigung und Anerkennung sowie ihren Widerstand gegen jahrhundertelangen Antiziganismus, der sich in Diskriminierung, Abwertung und Ausgrenzung von Sinti*izze und Roma*nja äußert.
Leider sind die Erfahrungen von Antiziganismus ein Teil des Alltags von Sinti*zze und Rom*nja. Laut dem Dosta/Mia-Projekt wurden im Jahr 2024 in Berlin 247 Vorfälle gemeldet. Die Registerstelle Spandau dokumentierte im Jahr 2025 sechs Vorfälle von Antiziganismus. Diese Vorfälle umfassten Beleidigungen, Bedrohungen und strukturelle Benachteiligungen an Orten des Alltags wie Schulen, Läden und Arbeitsplätzen.
Als eine Registerstelle des Berliner Registers sind wir davon überzeugt, dass die Dokumentation und Veröffentlichung von Vorfällen von Rassismus sowie Antiziganismus und Diskriminierung ein wichtiger Bestandteil der Bekämpfung von Rassismus ist. Beim Register Spandau können Sie Vorfälle von Antiziganismus sowie alle Formen von Rassismus melden:
über Meldeformular: https://berliner-register.de/vorfall-melden/
via E-Mail: register.spandau@giz.berlin
Sevim Özdemir
Austauschrunde des AMIF-Projekts
Am 16. März trafen sich Teilnehmende des AMIF-Projekts „Perspektiven schaffen“ und weitere Gäste in den Räumlichkeiten von „heimaten bei berlinovo“ in der Rauchstraße zur gemütlichen Austauschrunde. Das Thema hieß diesmal: „Vielfältige Angebote der Integrationslots*innen, der Migrationsberatung und des GuD (Ankommen in Spandau: Gemeinsam unter einem Dach) - Projekts für Familien“, vorgestellt von den Referent*innen Frau Mandana Safayeh (Integrationslots*innen), Herr Ferdinand von Bieberstein (Migrationsberatung) und Herr Yahya Alaous (GuD Projekt). Es ging um Beratungsmöglichkeiten hinsichtlich Migrations- und Aufenthaltsrecht, Wohnungssuche und Mietrecht sowie um Möglichkeiten der Hilfe durch Sprachmittlung z.B. im Kontakt mit Behörden und Ämtern.
Das nächste Austauschtreffen wird am Dienstag dem 14.04, 16:30 bis 18 Uhr wieder in heimaten (Rauchstraße 29/30) stattfinden. Jede*r Interessierte ist herzlich willkommen!
Dr. Heike Rohmann