Am 25. März 2026 nahm das Projekt Work for Refugees an der Jobmesse „Culture & Future" vom Jobcenter Berlin Steglitz-Zehlendorf mit einem Beratungsstand teil.
Die Jobmesse richtete sich gezielt an zugewanderte Menschen und bündelte Angebote rund um die Themen Beschäftigung, Ausbildung und Qualifizierung. Im Mittelpunkt der Gespräche am Beratungsstand von Work for Refugees standen die individuelle berufliche Orientierung, die Klärung von Fragen zum Arbeitsmarktzugang sowie die Vermittlung konkreter Perspektiven für den Berliner Arbeitsmarkt.
Teilnahme von „Work for Refugees" an der Jobmesse „Culture & Future"
Nouruz im Frauensprachcafé des Projekts FeMUTter
Anlässlich des Festes Nouruz, des persischen Neujahrs- und Frühlingsfestes, fand am 20. März im Projekt FeMUTter ein ganz besonderes Sprachcafé statt. In diesem Jahr fiel das Fest zeitlich mit dem Ende des Ramadans zusammen und verlieh dem Nachmittag eine zusätzliche, besondere Bedeutung. Frauen aus dem Iran und Afghanistan kamen zusammen, um gemeinsam zu feiern und sich auszutauschen.
Der Nachmittag stand ganz im Zeichen des Frühlings und des Miteinanders. Mitgebrachte Blumen schmückten die Räume und sorgten für eine festliche, lebendige Atmosphäre. Ein besonderer Höhepunkt war der liebevoll vorbereitete Haft Sin, ein traditionell gedeckter Tisch, auf dem sieben symbolische Dinge mit dem Anfangsbuchstaben „S“ arrangiert werden, darunter zum Beispiel Äpfel (Sib) und Knoblauch (Sir). Die Gegenstände stehen sinnbildlich für Tugenden wie beispielsweise Gesundheit und Fröhlichkeit.
Die Teilnehmerinnen brachten zudem zahlreiche Speisen aus ihren Herkunftsländern mit, sodass ein buntes, vielfältiges Buffet entstand. In angenehmer und herzlicher Atmosphäre wurde gemeinsam gegessen, gesprochen und getanzt.
Gerade angesichts der aktuellen politischen Situation war dieser Nachmittag für viele Frauen von besonderer Bedeutung. Das gemeinsame Zusammenkommen bot die Möglichkeit Kraft zu schöpfen, Gemeinschaft zu erleben und ein Stück Vertrautheit und Normalität zu bewahren. Es wurde damit nicht nur ein Fest begangen, sondern auch ein geschützter Raum für Begegnung, Rückhalt und gegenseitiger Unterstützung geschaffen.
Rebecca Günthner
21. März – Internationaler Tag gegen Rassismus
Am 21. März 1960 wurden 69 Menschen, die friedlich gegen die Apartheid demonstriert hatten, von Polizisten des Apartheidstaats – der Südafrikanischen Union – massakriert. Sechs Jahre später, am 26. Oktober 1966, erklärte die Generalversammlung der Vereinten Nationen den 21. März zum Internationalen Tag zur Beseitigung der Rassendiskriminierung bzw. zum Internationalen Tag gegen Rassismus.
Wie in der Vergangenheit ist Rassismus auch heute noch die Ursache für zahlreiche schreckliche Gewalttaten – weltweit und auch in Deutschland. In den 1990er Jahren waren Migrant*innen und Geflüchtete sowie Obdachlose und andere Menschen, die nicht in die rassistische Weltanschauung passen, in Deutschland von einer Welle rassistischer bzw. neonazistischer Gewalt betroffen, bei der mehr als hundert Menschen getötet wurden: unter anderem in Mölln im November 1992, in Solingen im Mai 1993 und in Lübeck im Januar 1996.
Rassistische Gewalt beschränkte sich jedoch nicht auf die 1990er Jahre: Laut den Daten der Amadeu Antonio Stiftung wurden seit den 2000er Jahren 120 Menschen Opfer extrem rechter Gewalt. Unter anderem wurden am 19. Februar 2020 in Hanau neun Menschen bei einem rassistischen Anschlag getötet. Ibrahim Akkus, ein überlebendes Opfer des Hanau-Anschlags, ist am 10. Januar 2026 an den Spätfolgen seiner Verletzungen gestorben.
Rassismus in Deutschland ist leider ein strukturelles Problem. Rassismus ist im Alltag von Migrant*innen, Geflüchteten und Menschen, die als nicht deutsch wahrgenommen werden, nach wie vor präsent. Unsere Registerstelle – Register Spandau – hat im Jahr 2025 Vorfälle von Alltagsrassismus dokumentiert, darunter Angriffe, Beleidigungen und Bedrohungen:
13-Jährige bedrängt und Kopftuch heruntergerissen
07.05.2025 Bezirk: Spandau
An der Bushaltestelle Metzer Platz in Wilhelmstadt wurde eine 13-Jährige, die in Begleitung von drei Freundinnen war, von einer Frau angesprochen und bedrängt, da sie sich angeblich falsch verhalten habe. Dann riss die Frau das Kopftuch des Mädchens herunter. Daher wird das Motiv als rassistisch bewertet. Das Kind zeigte den Vorfall selbst bei der Polizei an und wurde anschließend zu den Eltern gebracht.
Anti-Schwarze Beleidigungen und Bedrohung in der Altstadt Spandau
19.04.2025 Bezirk: Spandau
Im Bus der Linie 134 Richtung Rathaus Spandau setzte sich ein Schwarzer Mann vor einen weißen Mann. Dieser streckte die Zunge heraus, als wolle er den vor ihm Sitzenden berühren. Daraufhin informierte eine weiße Frau den Schwarzen Mann über die Situation und stieg gemeinsam mit ihm am Rathaus Spandau aus. Der weiße Mann stieg ebenfalls aus und beschimpfte die Frau sexistisch und als "Verräterin". Er machte außerdem Spuckgeräusche in ihre Richtung. Er folgte den beiden und beschimpfte sie dabei. Erst als sich der Schwarze Mann laut und deutlich an ihn wendete, zog er sich zurück, beobachtete die beiden aber weiterhin. Er ging erst weiter, als ein älterer weißer Passant sich einmischte, der eine Eskalation befürchtete.
Lasst uns Rassismus sichtbar machen und gemeinsam dagegen ankämpfen!
Als eine Registerstelle des Berliner Registers sind wir davon überzeugt, dass die Dokumentation und Veröffentlichung von Vorfällen von Rassismus und Diskriminierung ein wichtiger Bestandteil der Bekämpfung von Rassismus ist. Mit unserer Arbeit machen wir Rassismus, Diskriminierung sowie extrem rechte Propaganda und Gewalt im Alltag sichtbar. Wir nutzen unsere Daten, um die Bekämpfung von Rassismus zu stärken und dazu aufzurufen.
Beim Register Spandau können Sie Vorfälle von Rassismus, Diskriminierung, Antisemitismus, LGBTIQ*-Feindlichkeit, Behindertenfeindlichkeit, Obdachlosenfeindlichkeit sowie alle Formen von rassistischer und extrem rechter Propaganda melden. Dazu zählen auch Einschüchterungen, Beleidigungen, Angriffe usw. gegen politische Gegner*innen der extremen Rechten:
über Meldeformular: https://berliner-register.de/vorfall-melden/
via E-Mail: register.spandau@giz.berlin
Sevim Özdemir
Lerncafe-Elfchen zum Welttag der Poesie
Das Lerncafe wird derzeit von Elfchen bewohnt. Gemeint sind keine Feen und Waldwesen, obwohl auch diese herzlich willkommen wären. Die Elfchen im Lerncafe sind ganz besondere kleine Texte, Gedichte aus genau 11 Wörtern, die unsere Lernenden in den letzten Tagen verfasst haben.
Elfchen haben eine bestimmte Form, sie können aber zu allen möglichen Themen verfasst werden.
So sieht ein Elfchen aus:
1. Zeile: Ein Wort (Thema, Farbe, Gefühl)
2. Zeile: Zwei Wörter (Was macht er/sie/es?)
3. Zeile: Drei Wörter (Wo und wie ist er/sie/es?)
4. Zeile: Vier Wörter (eigene Meinung, eigenes Gefühl?)
5. Zeile: Ein Wort (Fazit).
Zum heutigen Welttag der Poesie möchten wir einige der Gedichte aus den Händen unserer Lernenden für alle lesbar machen. Viele drücken die Freude über den kommenden Frühling aus, die Erwartung von Licht und Farbe und die Lust am Reisen und der Natur.
In den Lerncafe-Elfchen steckt Hoffnung und Lebensfreude… wir hoffen, sie sind ansteckend.
Dank der finanziellen Unterstützung der Europäischen Union und des Landes Berlin im Rahmen des Europäischen Sozialfonds Plus kann das Projekt „Lerncafe Spandau“ schon seit vielen Jahren gering literalisierte Menschen mit Grundbildungsangeboten stärken.
Julia Naji
GIZ setzt Zeichen gegen Rassismus
Am 20. März 2026 war GIZ bei der Kundgebung zum „Internationalen Tag gegen Rassismus“ im Rahmen der „Internationalen Wochen gegen Rassismus“ in Spandau vertreten.
Nach den Beiträgen von Bezirksbürgermeister Frank Bewig und weiteren Initiativen sprach unsere Kollegin Sevim Özdemir (Registerstelle Spandau) über persönliche Erfahrungen mit Diskriminierung und die Bedeutung des gemeinsamen Engagements für Respekt und Vielfalt. Sie stellte zudem die Arbeit der Registerstelle Spandau vor, die Vorfälle von Diskriminierung dokumentiert und öffentlich macht.
Wir danken dem Bezirksamt Spandau und allen Mitwirkenden für dieses wichtige Zeichen gegen Rassismus und für Menschenwürde.
Inna Gissa
NOUROUZ - NEWROZ - NEUJAHR
Heute wird „Nourouz“ im Iran, in Afghanistan, Tadschikistan, Kurdistan und an vielen anderen Orten gefeiert. Es markiert den Beginn des neuen Jahres. Das Wort "Nourouz" bedeutet wörtlich "neuer Tag" und symbolisiert den Beginn des Frühlings und das Erwachen der Natur. Ein wichtiger Brauch zum Nourouz-Fest ist das Haft-Seen-Tableau, das aus sieben Elementen besteht, die mit dem Buchstaben S beginnen und mit dem Frühling in Verbindung stehen, wie Sabzeh (Weizensprossen), Senjed (Elsbeere), Samanu (ein süßer Pudding) und Serkeh (Essig).
ئەمڕۆ "نوورۆز" لە ئێران، ئەفغانستان، تاجیکستان، کوردستان و لە زۆر شوێنی تر جەژن دەکرێت. ئەم جەژنە دەستپێکی ساڵی نوێ نیشان دەدات. وشەی "نوورۆز" بە مانای وشەیی "ڕۆژی نوێ" دێت و نیشانەی دەستپێکی بەهار و بیداربوونەوەی سروشتە. یەکێک لە نەریتە گرنگەکانی جەژنی نوورۆز، مێزی حەفتسینە کە لە حەوت توخم پێکهاتووە کە هەموویان بە پیتی "س" دەستپێدەکەن و پەیوەندییان بە بەهارەوە هەیە، وەک سەبزە (جوانەی گەنم)، سەنجەد (میوەی سەنجەد)، سەمنوو (شیرینیەکی تاوەری) و سەرکە (سەرکە).
Nourouz Mobarak!
Em bona hezkirinê hatin afirandin, Ne ji buy hêrs, şer ü tiştên çirkîn. Em wek bawermend divê ruhê xwe têxin xizmeta bextewariya ruhên din. Newroza we pîroz be.