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AMIF-Projekt „Perspektiven schaffen“: Exkursion ins Deutsche Technikmuseum

Am 15. Mai, dem Internationalen Tag der Familie, besuchten derzeitige und ehemalige Teilnehmende des AMIF-Projektes „Perspektiven schaffen“ und ihre Familienangehörigen das Deutsche Technikmuseum in Kreuzberg. Das Motto des diesjährigen Aktionstages, „Bildung fördern. Familien stärkten“, passt gut zu unserem Projekt:

In den vierwöchigen „SpOri-Kursen“, d.h. Sprach und Orientierungskursen, die schon vor den regulären Integrationskursen besucht werden können, werden grundlegende Sprachkenntnisse für den Alltag vermittelt sowie Informationen zu wichtigen Alltagsthemen für Familien in Deutschland. Das Projekt unterstützt vor allem Personen, die per Familiennachzug nach Deutschland gekommen sind und erleichtert ihren Integrationsprozess.

Im Technikmuseum begegnete den Teilnehmenden, Erwachsene und Jugendliche, die aus Nigeria, Ägypten, Syrien, Albanien und den Philippinen nach Berlin gekommen sind, deutsche und Berliner Geschichte. Mit einem seiner Schwerpunktthemen, der Entwicklung der Eisenbahn und anderer Schienenfahrzeuge seit dem 19. Jahrhundert, beeindruckt es mit zahlreichen Original-Fahrzeugen. Es liegt auf dem historischen Gelände des ehemaligen Anhalter Bahnhofs, von dem man einst bis nach Istanbul reisen konnte. Auch die Entwicklung des Straßenbahn- und S-Bahn-Verkehrs in Berlin wird dargestellt. So finden die Teilnehmenden Anknüpfungspunkte an eigene Erfahrungen mit dem öffentlichen Verkehr in Berlin.

Faszinierend für sie war auch das Modell des weltweit ersten Computers, das der Ingenieur Konrad Zuse, ein wahrer Nerd, in dem Wohnzimmer seiner Eltern erbaut hatte, weil er, nach seinen eigenen Worten, „zu faul zum Rechnen“ war. Angetrieben wurde der Rechner durch einen Staubsaugermotor. Diese und andere Rechenmaschinen in der Ausstellung zur Nachrichtentechnik veranschaulichen die Anfänge der EDV-Technologie bis hin zu heutigen Mobiltelefonen.

Es blieb nicht mehr genug Zeit, um sich näher mit den Exponaten zum Schiffs- und Flugverkehr zu beschäftigen, darunter ganze Original-Boote und Flugzeuge, aber immerhin konnten die Teilnehmenden einige der weltweit ersten Flugzeugmodelle in Augenschein nehmen. In zwei Stunden war es ihnen nur möglich, einige Teile der insgesamt 26.500 m² umfassenden Ausstellungsfläche des Museums besichtigen, aber sie bekamen vielfältige Einblicke in die rasante Entwicklung der Technologie im 19. und 20. Jahrhundert, die heute unseren Alltag in Berlin und der ganzen Welt prägt. So wurde der Museumsbesuch zu einem Erlebnis, das sicher noch lange für Gesprächsstoff sorgen wird.


Dr. Heike Rohmann

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