Der 8. April erinnert an den ersten Welt-Roma-Kongress, der 1971 in London organisiert wurde. Auf diesem Kongress wurde der 8. April zum Internationalen Tag der Roma erklärt. Auf dem Kongress wurden auch die Flagge und die Hymne der Roma eingeführt. Dieser Tag würdigt die Kultur der Sinti*zze und Roma*nja, der größten Minderheit Europas, aber er erinnert auch an ihren Kampf für Gerechtigkeit, Gleichberechtigung und Anerkennung sowie ihren Widerstand gegen jahrhundertelangen Antiziganismus, der sich in Diskriminierung, Abwertung und Ausgrenzung von Sinti*izze und Roma*nja äußert.
Leider sind die Erfahrungen von Antiziganismus ein Teil des Alltags von Sinti*zze und Rom*nja. Laut dem Dosta/Mia-Projekt wurden im Jahr 2024 in Berlin 247 Vorfälle gemeldet. Die Registerstelle Spandau dokumentierte im Jahr 2025 sechs Vorfälle von Antiziganismus. Diese Vorfälle umfassten Beleidigungen, Bedrohungen und strukturelle Benachteiligungen an Orten des Alltags wie Schulen, Läden und Arbeitsplätzen.
Als eine Registerstelle des Berliner Registers sind wir davon überzeugt, dass die Dokumentation und Veröffentlichung von Vorfällen von Rassismus sowie Antiziganismus und Diskriminierung ein wichtiger Bestandteil der Bekämpfung von Rassismus ist. Beim Register Spandau können Sie Vorfälle von Antiziganismus sowie alle Formen von Rassismus melden:
über Meldeformular: https://berliner-register.de/vorfall-melden/
via E-Mail: register.spandau@giz.berlin
Sevim Özdemir