Anlässlich des Festes Nouruz, des persischen Neujahrs- und Frühlingsfestes, fand am 20. März im Projekt FeMUTter ein ganz besonderes Sprachcafé statt. In diesem Jahr fiel das Fest zeitlich mit dem Ende des Ramadans zusammen und verlieh dem Nachmittag eine zusätzliche, besondere Bedeutung. Frauen aus dem Iran und Afghanistan kamen zusammen, um gemeinsam zu feiern und sich auszutauschen.
Der Nachmittag stand ganz im Zeichen des Frühlings und des Miteinanders. Mitgebrachte Blumen schmückten die Räume und sorgten für eine festliche, lebendige Atmosphäre. Ein besonderer Höhepunkt war der liebevoll vorbereitete Haft Sin, ein traditionell gedeckter Tisch, auf dem sieben symbolische Dinge mit dem Anfangsbuchstaben „S“ arrangiert werden, darunter zum Beispiel Äpfel (Sib) und Knoblauch (Sir). Die Gegenstände stehen sinnbildlich für Tugenden wie beispielsweise Gesundheit und Fröhlichkeit.
Die Teilnehmerinnen brachten zudem zahlreiche Speisen aus ihren Herkunftsländern mit, sodass ein buntes, vielfältiges Buffet entstand. In angenehmer und herzlicher Atmosphäre wurde gemeinsam gegessen, gesprochen und getanzt.
Gerade angesichts der aktuellen politischen Situation war dieser Nachmittag für viele Frauen von besonderer Bedeutung. Das gemeinsame Zusammenkommen bot die Möglichkeit Kraft zu schöpfen, Gemeinschaft zu erleben und ein Stück Vertrautheit und Normalität zu bewahren. Es wurde damit nicht nur ein Fest begangen, sondern auch ein geschützter Raum für Begegnung, Rückhalt und gegenseitiger Unterstützung geschaffen.
Rebecca Günthner