Am 27. Januar ist der Internationale Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust (der Shoah). Der 27. Januar ist der Tag des Befreiung des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau durch sowjetische Soldaten. Dieser Tag wurde im Jahr 1996 von der Bundesrepublik Deutschland und später im Jahr 2005 von der Generalversammlung der Vereinten Nationen zum Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus erklärt. Während des NS-Regimes wurden sechs Millionen Jüdinnen und Juden in ganz Europa ermordet. Aber auch nach der Zeit des Nationalsozialismus, des 2. Weltkrieges und trotz Aufarbeitung und Erinnerungskultur gibt es weiterhin Antisemitismus in Deutschland. Im Jahr 2024 veröffentlichte das Berliner Register 2200 antisemitische Vorfälle. 20 dieser Vorfälle passierten in Spandau.
Auch im Jahr 2025 haben wir als Register Spandau antisemitische Vorfälle dokumentiert, darunter ein Angriff und eine Schmiererei am Mahnmal Lindenufer:
Antisemitischer Angriff in Haselhorst
30.03.2025 Bezirk: Spandau
Ein 39-jähriger soll seine 68-jährige Nachbarin und seinen 42-jährigen Nachbarn vom Balkon aus antisemitische Beleidigungen zugerufen haben. Anschließend versuchte er, die beiden mit einem Stuhl zu schlagen. Der Vorfall wurde angezeigt.
Quelle: Pressemitteilung der Polizei Nr. 0825 vom 31.03.2025
Schmiererei am Mahnmal Lindenufer
08.06.2025 Bezirk: Spandau
Am Nachmittag wurde eine Schmiererei am Mahnmal für die ehemalige Synagoge und die Opfer der Shoah am Lindenufer entdeckt und zeitnah entfernt. Dabei wurden Teile des Denkmals unkenntlich gemacht.
Quelle: Polizeimeldung Nr. 1619
An diesem Tag gedenken wir aller Opfer des Nationalsozialismus. Das NS-Regime hat neben Jüdinnen und Juden auch Sinti und Roma in Europa, LSBTIQ*-Personen, Menschen mit Behinderungen, politische Gegner*innen des NS-Regimes Kriegsgefangene und viele weitere Gruppen aus rassistischen, politischen, religiösen oder ideologischen Gründen verfolgt und ermordet. Die meisten dieser Gruppen sind auch heute noch von Diskriminierung und Rassismus sowie von extrem rechter Hetze und Gewalt betroffen.
Sie können beim Register Spandau die Vorfälle von Antisemitismus, Antiziganismus, LGBTIQ*-Feindlichkeit, Behindertenfeindlichkeit, Obdachlosenfeindlichkeit und alle Arten von Rassismus und extrem rechter Propaganda sowie Einschüchterungen, Beleidigungen, Angriffe usw. gegen politische Gegner*innen der extremen Rechten melden:
über Meldeformular: https://berliner-register.de/vorfall-melden/
via E-Mail: register.spandau@giz.berlin