Seit mittlerweile über zehn Jahren veranstalten wir als Gesellschaft für interkulturelles Zusammenleben (GIZ) in Kooperation mit der Deutschen Kinder- und
Jugendstiftung (DKJS) und gefördert durch die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie
des Landes Berlin in den Oster-, Sommer- und Herbstferien Berliner Ferienschulen zur Sprachförderung, Bildung und Teilhabe für geflüchtete Kinder und Jugendliche.
Bereits im Jahr 2025 mussten wir in diesem Programmbereich finanzielle Kürzungen hinnehmen, weshalb lediglich drei der zuvor stets vier Mal jährlich stattfindenden Ferienschulen durchgeführt werden konnten. Für das kommende Jahr steht die Finanzierung abermals infrage, eine endgültige Entscheidung ist erst für die Sitzung des Abgeordnetenhauses am 18.12.2025 geplant. Eine verlässliche Planung wird dadurch konterkariert.
Unsere Berliner Ferienschulen leisten aufgrund des Einsatzes differenzierender pädagogisch-didaktischer sowie methodischer Unterrichtsgestaltungen einerseits einen erheblichen Beitrag zur Verbesserung der Sprachkompetenzen mit Deutsch als Zweitsprache als auch in Bezug auf das Fähigkeitsselbstkonzept geflüchteter Kinder durch gezielte Sozialraumerkundungen. Andererseits ermöglicht das Netzwerk aus Träger der freien Jugendhilfe, Ehrenamtskoordinationen der Gemeinschaftsunterkünfte und Schulen in staatlicher Trägerschaft eine engmaschige Begleitung der Kinder im Bildungsbereich.
Daher werden wir uns für die Weiterfinanzierung der Berliner Ferienschulen stark machen!
Roman Böttcher
Berliner Ferienschulen ab 2026 in Gefahr?
Frühstück mit den Spandauer Integrationslots*innen bei heimaten
Am Donnerstag, den 28.11.2028 organisierte das Team von heimaten ein gemeinsames Frühstück. Jeder, der Lust auf ein Frühstück in einer größeren Runde als zu Hause üblich hatte und gerne neue Leute kennenlernen und sich mit ihnen in entspannter Atmosphäre austauschen wollte, war herzlich eingeladen. Es fehlte nicht an Themen. Zu den besonderen Gästen beim Frühstück zählten die Spandauer Integrationslots*innen. Sie berichteten anderen Teilnehmenden von ihrer Arbeit und boten die Unterstützung bei verschiedenen Anliegen und Belangen an.
Wir bedanken uns bei allen Besucher*innen und laden alle ganz herzlich zum Frauenfrühstück am 3. Dezember von 10 bis 12 Uhr bei heimaten ein.
Joanna Iqbal
SpOri-Kurse des Projektes „Perspektiven schaffen" gestartet
Am 17. November 2025 hat der erste Sprach- und Orientierungskurs (SpOri) in der Altstadt Spandau gestartet. Ziel dieser Kurse ist es, den Integrationsprozess der Teilnehmenden zu erleichtern und ihnen die Wartezeit zum Integrationskurs zu verkürzen. Ein vereinfachter, auf die Sprachkenntnisse der Teilnehmenden zugeschnittener Lehrplan vermittelt ihnen wichtige Redewendungen und grundlegende Sprachkenntnisse für den Alltag. Die Kurse werden durch Erklärungen auf Arabisch und Türkisch ergänzt.
Die Module decken eine Vielzahl von Alltagsthemen ab (z. B. Elternzeit, Mutterschaftsurlaub, Kinderbetreuungsgeld, das Schulsystem, die Schulanmeldung, der Wohnungsmarkt und die Wohnungssuche). Die Kurse werden sehr gut angenommen und erhalten positives Feedback von den Teilnehmenden.
Weitere Informationen zum Projekt finden Sie unter https://giz.berlin/projects/perspektiven-schaffen-sprach-und-orientierungskurse.htm
Der nächste Kurs startet am 15.12.25.
Yahya Alaous
Besuch im Deutschen Bundestag
Am 22. November 2025 hatte die Gesellschaft für interkulturelles Zusammenleben (GIZ gGmbH) die besondere Gelegenheit, den Deutschen Bundestag in Berlin zu besuchen.
Ein herzliches Dankeschön gilt Herrn Helmut Kleebank (MdB, SPD), der unsere Gruppe nicht nur herzlich empfangen, sondern uns auch persönlich durch das Paul-Löbe-Haus und Reichstag geführt hat.
In einem spannenden Austausch erklärte Herr Kleebank, wie die parlamentarische Arbeit in Deutschland funktioniert, wie Gesetze entstehen, wie eine Sitzung im Bundestag abläuft und wie die Bundesregierung arbeitet.
Zum Abschluss führte er die Gruppe auf die Dachterrasse – mit einem beeindruckenden Blick über das politische Zentrum Berlins.
Solche Begegnungen stärken das Verständnis für demokratische Prozesse und machen politische Teilhabe greifbar – besonders für Menschen mit eigener Migrationsgeschichte, die sich aktiv einbringen möchten.
Inna Gissa
Messe „Aktionsmeile, 4. Staffellauf in die Arbeitswelt“
Am 19. November 2025 war das Projekt Work for Refugees mit einem eigenen Beratungsstand auf der Messe „Aktionsmeile, 4. Staffellauf in die Arbeitswelt“ im Bürgersaal Zehlendorf vertreten. Die Veranstaltung wurde vom Jobcenter Berlin Steglitz-Zehlendorf in Kooperation mit der Agentur für Arbeit Berlin Süd durchgeführt. Sie richtete sich insbesondere an Alleinerziehende, Geflüchtete sowie Menschen in herausfordernden Lebenssituationen. Ziel der Aktionsmeile war es, berufliche Perspektiven aufzuzeigen, Chancengleichheit zu stärken und konkrete Wege in Beschäftigung und Qualifizierung sichtbar zu machen. Die Besucher*innen konnten von einem breiten Angebot profitieren: Arbeitsangebote, Beratung durch bezirkliche Netzwerkpartnerinnen, Freizeitmöglichkeiten, Tipps für Familien, spezifische Angebote für zugewanderte Menschen sowie Auskünfte des Jobcenters und der Agentur für Arbeit, einschließlich ihrer digitalen Angebote.
Am Stand von Work for Refugees führten wir eine Vielzahl intensiver Beratungsgespräche mit interessiertem Besucher*innen. Im Fokus standen dabei Fragen der beruflichen Orientierung, Strategien für eine erfolgreiche Bewerbung, Möglichkeiten der Qualifizierung sowie die ersten Schritte in den Berliner Arbeitsmarkt.
Die Aktionsmeile bot insgesamt einen praxisnahen und niedrigschwelligen Rahmen für Austausch und Vernetzung zwischen Teilnehmenden, Arbeitgebern, Bildungsträgern, Beratungsangeboten und den Jobcentern bzw. der Agentur für Arbeit. Aus unserer Sicht leistet das Format einen wichtigen Beitrag zur Förderung von Chancengleichheit, gesellschaftlicher Teilhabe und zur Eröffnung neuer beruflicher Perspektiven.
Mavjuda Akramova-Ochs
18. November - Tag des Wohnens
Anlässlich des bundesweiten Tags des Wohnens erzählen wir die Geschichte von Zhanna Haioryk. Nach einer langen und herausfordernden Wohnungssuche lebt sie nun endlich ruhig und glücklich in ihren eigenen vier Wänden.
Die Mitarbeitenden des Projekts Ankommen in Spandau – Gemeinsam unter einem Dach (GuD) unterstützen Geflüchtete und Neuzugewanderte aus Spandau bei der Wohnungssuche und beantworten Fragen rund um das Thema Wohnen. In individuellen, fallbezogenen sowie telefonischen Beratungen wird der Zugang zum Berliner Wohnungsmarkt erklärt und
der Übergang in die eigene Wohnung durch die Beratenden begleitet.
Die Beratungen finden von Montag bis Freitag von 09:00 bis 17:00 Uhr in der Altstadt
Spandau statt. Beratungssprachen: Deutsch, Farsi, Arabisch, Englisch, Russisch, Bulgarisch und Polnisch (bei Bedarf mit Übersetzung in andere Sprachen).